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Mir ist es besonders wichtig, nah an den Menschen zu sein. Als Landtagsabgeordneter möchte ich Kümmerer vor Ort und für die Menschen da sein. Das gelingt nur, wenn man die Probleme vor Ort aktiv anpackt. Aus diesem Grund bin seit Wochen mit vielen Menschen im Gespräch. Doch oftmals reicht es nicht nur zuzuhören. Man muss mitten drin sein, um die Probleme auch wahrnehmen zu können. Deshalb schlüpfe ich im Rahmen meines Formates "Tim packt's an" seit Anfang Mai wöchentlich in unterschiedliche Berufe. Mir geht es dabei darum, möglichst viele Lebensrealitäten kennenzulernen und die Erfahrungen der Menschen mitzunehmen.


1. Station: "Tim packt's an" in der KiTa Kleinohrhasen in Godshorn

Meine erste Station bei "Tim packt's an" war in der Kita Kleinohrhasen in Godshorn. Vielen Dank an das Team der Kita, die jeden Tag ein tolles und nachhaltiges Programm für die Kinder auf die Beine stellen. Mir ist mir eines nochmal deutlicher bewusst geworden: Der Beruf eines Erziehers ist anspruchsvoll und anstrengend. Wir müssen mehr Menschen für den Beruf des Erziehers begeistern, indem wir uns für eine bessere Bezahlung der Fachkräfte einsetzen.

2. Station: "Tim packt's an" bei Renafan in Isernhagen

Am 12. Mai, dem Tag der Pflege, hospitierte ich in der Alten- und Krankenpflege bei Renafan in Isernhagen. Ich bin wirklich tief beeindruckt von der Arbeit, die die Pflegekräfte leisten und verneige mich vor allen, die diese schwere Arbeit leisten. Während der Corona-Pandemie war der Gesundheitssektor kurz im Mittelpunkt öffentlicher und politischer Debatten - doch was die Menschen in der Pflege leisten, sollte tagtäglich in unseren Fokus rücken. Der Job braucht einen langen Atem, der Job als Pflegekraft ist keine Selbstverständlichkeit. Mir ist daher noch einmal deutlich geworden: Die Pflegebedingungen müssen besser werden. Dazu gehört unter anderem ein besserer Personalschlüssel in der Pflege, d.h. mehr Fachkräfte, sowie eine Bezahlung, die der schweren Arbeit gerecht wird.

Mein Dank gilt vor allem meiner Mentorin Candi, aber auch dem ganzen Team des Renefan Pflegeheims Isernhagen. Ich konnte viel von euch lernen.

3. Station: "Tim packt's an" in der Paracelsusklinik Langenhagen

Frühschicht in der Paracelsusklinik Langenhagen: Zum 3. Mal durfte ich in den Job eines anderen Menschen schlüpfen. Vor allem in der Corona-Pandemie war die Arbeit der Pflegekräfte besonders herausfordernd. Bei dieser schweren Arbeit ein klein wenig mitzuhelfen, war für mich eine besondere Erfahrung. Ich bin dankbar, dass ich diesen Einblick bekommen durfte. Wie in der Woche zuvor ist es mir deutlich bewusst geworden: Wir brauchen eine neue Politik im Gesundheitsbereich. Unser Gesundheitswesen muss optimiert werden, aber nicht in Richtung Betriebswirtschaft, sondern in Richtung Menschlichkeit. Höhere Löhne, mehr Fachkräfte und Personal und ein neues Krankenhausfinanzierungssystem. Als Landtagsabgeordneter möchte ich mich dafür einsetzen.

Ich konnte in der Paracelsusklinik unfassbar viel lernen. Und ich möchte danke sagen: Danke an meine Betreuerinnen, danke an das gesamte Pflegeteam sowie den Ärztinnen und Ärzten für ihren Dauereinsatz für unsere Gesellschaft. Wir haben viel gemeinsam besprochen, ich werde dafür kämpfen, dass wir es jetzt auch umsetzen!

4. Station: "Tim packt's an" auf dem Hof Wehde

Meine vierte Station führte mich nach Isernhagen HB, auf den Hof Wehde. Die Arbeit dort ist körperlich anstrengend, dennoch bringt der enorm vielfältige Beruf aber auch viel Spaß mit sich. Als Landwirt ist man eine Art Überlebenskünstler: Henning Wehde, der zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder den Hof betreibt, muss sich nicht nur um die Tiere kümmern, sondern auch um die Felder, die Maschinen und die Buchführung. Dafür meinen größten Respekt.

Darüber hinaus sind regionale Landwirte für unsere Gesellschaft enorm wichtig. Ohne eine funktionierende Landwirtschaft bei uns vor Ort, wären die Regale in den Supermärkten leer. Umso wichtiger ist es, die heimischen Landwirte bestmöglich zu unterstützen, sei es durch den Kauf regionaler Produkte oder den Abbau von Bürokratie.

Liebe Familie Wehde, vielen Dank für Eure Gastfreundschaft und die Einblicke. Ich konnte sehr viel mitnehmen.

5. Station: "Tim packt's an" bei Helmrichs

Am 03. Juni war ich abermals in Isernhagen unterwegs, um den Beruf des Tischlers bei der Firma Helmrichs kennenzulernen. Mit fast 40 Mitarbeitern wird hier fast alles hergestellt, so etwa Türen, Schränke oder auch Tische. Mit viel Kreativität und Leidenschaft arbeitet das Familienunternehmen und baut die Wohnungen und Häuser der Zukunft aus.

Der Job als Handwerker erfordert viel Feinarbeit und Geduld. Vor allem macht es aber Spaß, so tolle Produkte selbst herzustellen. Nach dem Gespräch mit der Familie Helmrich ist mir noch einmal deutlich klar geworden: Wir brauchen mehr Anerkennung für das Handwerk in unserer Gesellschaft!
Vielen Dank für den tollen Einblick in das Handwerk!

6. Station: "Tim packt's an" bei der Baum- und Gartenpflege Fortmüller

Am Freitag, den 12. Juni 2022, war ich im Rahmen von "Tim packt's an" in Burgwedel. Das dort ansässige Familienunternehmen Fortmüller kümmert sich vor allem um die Baum- und Gartenpflege in Burgwedel, Isernhagen und der Region Hannover.

Im Baumdienst war ich dann auch gut gefordert. Ich konnte lernen, dass der Beruf des Garten- und Landschaftsbauers durchweg vielfältig ist und man viel mit der Natur im Einklang arbeitet. Ganz besonders berührt hat mich dabei die Zusammenarbeit mit Günter Reiche, der noch bis 2020 als letzter Schäfer in Kaltenweide gearbeitet hat und nun drei Tage die Woche bei Familie Fortmüller arbeitet. Leider lohnt sich das Dasein als Schäfer aufgrund der gestiegenen Preise und der durch den Klimawandel verursachten Dürren nicht mehr, weshalb er seinen Familienbetrieb aufgeben musste. Schicksale wie das von Günther bewegen mich sehr. Für Menschen wie ihn möchte ich eine starke Stimme im Landtag sein und mich dafür einsetzen, große Herausforderungen wie den Klimawandel bei uns vor Ort für die Menschen ertragbar zu machen.

Vielen Dank an Marcus Fortmüller und das gesamte Team für den Einblick in Euren Alltag. Ich konnte wieder einmal viel lernen.

7. Station: "Tim packt's an" beim Tierheim Langenhagen

Die 7. Station von "Tim packt's an" ließ mich diesmal in den Beruf des Tierpflegers schlüpfen. Das Tierheim in Langenhagen hat man meistens nur auf dem Schirm, wenn das eigene Haustier verschwunden ist. Aber das Team vom Tierschutzverein Hannover tut viel mehr: Es versorgt Katzen, Hunde, Hasen, Vögel, Kleintiere und sogar zwei Schweine, die allesamt kein Zuhause mehr haben, vom Gesundheitsamt überstellt werden oder ihre Herrchen verloren haben. Dabei kümmert sich ein Team von rund 50 Mitarbeiter fürsorgevoll um alle Tiere.

Ich bin begeistert von der Leidenschaft und dem Engagement, mit dem die Tierpfleger ihre Arbeit verrichten. Die Mitarbeiter geben den Tieren nicht nur ein tolles Zuhause, sondern bringen auch Kindern den Umgang mit Tieren nah! Danke für das Engagement und Eure Bereitschaft, mir Eure Arbeit zu zeigen.

8. Station: "Tim packt's an" beim Friseursalon "Pure Care Concept"

Meine 8. Station führte mich wieder einmal nach Langenhagen. Beim Friseursalon "Pure Care Concept" am Pferdemarkt durfte ich für einen Tag hospitieren und dort den Beruf des Friseurs kennenlernen. Der Friseurberuf ist ein wichtiges Handwerk: ob schneiden, pflegen, färben oder reinigen - die Friseure formen unsere Haare und damit unser Aussehen. Im Salon "pure care concept" konnte ich lernen, was es heißt, für das Aussehen der Menschen verantwortlich zu sein. Mit viel Hingabe und Mühe führen die beiden Friseurmeisterinnen ihren Haarsalon im Herzen Langenhagens. Und das wichtigste: beim Friseur werden nicht nur die Haare auf Vordermann gebracht, sondern auch die neuesten Informationen ausgetauscht. Somit trägt der Beruf nicht nur zum Wohlbefinden der Menschen bei, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Vernetzung.

Mir hat der Tag viel Freude bereitet. Danke, dass ich so viel von Euch lernen konnte!

9. Station: "Tim packt's an" bei der Lebenshilfe Langenhagen Wedemark

Meine neunte Station führte mich zur Lebenshilfe Langenhagen Wedemark. Dort hatte ich die Möglichkeit, einen Tag sowohl in der stationären, als auch in der ambulanten Frühförderung zu verbringen. Dort wird ein Bereich im Bildungssektor bedient, der oft keine Aufmerksamkeit bekommt. Für Kinder mit Auffälligkeiten sind Institutionen wie die Lebenshilfe unerlässlich für ein normales Leben. Die Mitarbeiterinnen in der Lebenshilfe machen wirklich einen großartigen Job. Sie versuchen auf jedes Kind individuell einzugehen und so gezielt zu fördern. Der Beruf der Heil- und Sonderpädagogen ist kein leichter, aber dafür umso mehr ein erfüllender.

Zu sehen, wie das Team mit Erfolgen der Kinder umgeht, lässt das eigene Herz höher springen. Vielen Dank für den Einblick in einen Alltag, der sonst nicht so häufig im Fokus steht.

10. Station: "Tim packt's an" beim Spargelhof Heuer

Im Rahmen meiner zehnten Station, dem Spargelhof Heuer, durfte ich für einen Tag Jörg Heuer bei seiner Arbeit begleiten. Dort konnte ich erleben, wie Saisonarbeit auf dem Feld verrichtet wird und welcher logistische Aufwand zwischen der Beere und dem Spargel vom Feld bis auf unserem Teller steckt. Landwirtschaft und vor allem regionale Landwirte wie der
Spargelhof Heuer halten unser System am Laufen. Bei Wind und Wetter arbeiten sie dafür, dass wir Essen auf dem Tisch haben - und das mit einer Qualität, die seines Gleichen sucht.

Herzlichen Dank an Jörg Heuer für den spannenden Einblick und den schönen Tag auf dem Spargelhof!

11. Station: "Tim packt's an" bei der Tafel Langenhagen

Im Zuge der aktuell steigenden Lebensmittelpreise werden soziale Einrichtungen wie die Tafel zunehmend von Bedürftigen in Anspruch genommen – oftmals ist die Nachfrage dabei sogar so hoch, dass es zu Aufnahmestopps kommt. Es zeigt sich gerade jetzt umso mehr: Krisen treffen immer diejenigen am stärksten, die bereits am wenigstens haben.
Deshalb habe ich im Rahmen von „Tim packt‘s an“ bei der Tafel in Langenhagen hospitiert.

Während meines Praktikums habe ich viel über die Arbeit bei der Tafel gelernt – angefangen bei der Lieferung und Einlagerung, über das Verpacken, bis hin zur Ausgabe an die Bedürftigen. Die Ehrenamtlichen haben meine Hochachtung und meinen tiefsten Respekt für ihr selbstloses Engagement im Sinne der Gesellschaft. Sich für von Armut betroffenen Menschen einzusetzen gebührt größter Anerkennung. Auch wenn es letztendlich nur ein kleiner Beitrag war, so war es mir dennoch wichtig die Tafel und die ehrenamtlichen Mitarbeiterteams zu unterstützen. Als SPD-Langenhagen haben wir rund 106 Packungen Kaffee gespendet, den die Tafelkunden benötigen.

Trotz des hohen Engagements der Ehrenamtlichen ist es erschreckend, dass es die Tafel als Einrichtung in Deutschland weiterhin braucht, damit niemand hungert. Ich werde mich weiterhin dafür stark machen, dass Menschen von unserem Sozialsystem noch besser aufgefangen und unterstützt werden. Wenn die Energie- und Lebensmittelpreise steigen, brauchen wir Entlastungen die auch ankommen. Vielen Dank für den bewegenden Einblick.